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Weg der Kristalle

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„Weg der Kristalle“ am Katzenbuckel
Mineralogischer Lehrpfad in Waldbrunn eröffnet

Wann ist der Vulkan Katzenbuckel zum ersten Mal ausgebrochen und wann zum letzen Mal? Was ist eine vulkanische Bombe? Wie sind Fossilien der Jura-Zeit in den Katzenbuckel gelangt? Antworten auf diese und noch viele weiter Fragen gibt der neue mineralogische Lehrpfad, der eine Wanderung durch die reizvolle Landschaft rund um die höchste Erhebung des Odenwaldes zu einer „Freiluft-Fortbildung“ der besonderen Art macht. Ein Gebiet, das jeden Rutengänger und Geobiologen interessiert, und das direkt in unserem Seminarort Waldkatzenbach. Jeder Seminarbesucher sollte sich vielleicht am Sonntagnachmittag etwas Zeit nehmen, diesen Ort aufzusuchen. Der erste mineralogische Lehrpfad in Süddeutschland ist eine weitere Attraktion, die im letzten Herbst eröffnet wurde. Im Sommer finden auch  vereinzelt Führungen mit dem Diplom-Mineralogen Dr. Andreas Landmann statt, der auch schon beim Forschungskreis Vorträge gehalten hat. Jedoch hat in Zukunft jeder Interessierte die Möglichkeit auf eigene Faust den Vulkanhärtling zu erkunden und sich anhand der Schautafeln selbst zu informieren.
In leicht verständlicher Sprache und anschaulichen grafischen Darstellungen erhält der Besucher hier einen hochinteressante Einblick in die geologischen und mineralogischen Besonderheiten des erloschenen Vulkans. Der Lehrpfad, der im ehemaligen Steinbruch am Katzenbuckelsee beginnt und am Gipfelfelsen endet, hat eine Wegstrecke von anderthalb Kilometern und ist in einer guten Stunde auf ausgeschilderten Wegen zu begehen. Da beim Anlegen besonders darauf geachtet wurde, die Eingriffe in die Natur so gering wie möglich zu halten, ist zum Erreichen einzelner Stationen allerdings erhöhte „Geländetauglichkeit“ Voraussetzung. Doch die Mühen lohnen sich, denn am Ende der Stecke sieht der unbedarfte Wanderer den Katzenbuckel mit anderen Augen und genießt auf dem Katzenbuckelturm den schönen Ausblick über den Odenwald bis ins Schwäbische oder Hessische.
So verabschiedet er sich z. B. von der weit verbreiteten Vorstellung, der Katzenbuckelsee sei der Schlot des erloschenen Vulkans; in der Wand des Steinbruchs erkennt er vor 60 Millionen Jahren „eingefrorene“ Magma-Bewegungen ebenso wie die Spuren der Gesteinsverwitterung. Tuffe in Kalkresten, die auch manche Spuren fossilierter Meereslebewesen aus einer Zeit vor 150 Millionen Jahren beinhalten, des weiteren eine „vulkanische Bombe“, gut sichtbare Kristalle im Basalt oder auch der Hinweis auf den „Gaffstein“, einer einstmals vorgelagerten Basaltsäule, die längst dem Steinbruchbetrieb zum Opfer gefallen ist.  Und schließlich nimmt er eine Menge interessanter Informationen über die im Gestein vorhandene Kristalle (Granat, Nephelin, Glimmer) mit nach Hause, denen der Lehrpfad seinen klangvollen Namen zu verdanken hat „der Weg der Kristalle“.

(Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung vom 29.10.2001, sowie die Internetseiten www.eberbach-channel.de, www.waldkatzenbach.de,  mit bestem Dank an Herrn Jürgen Hofherr, Waldkatzenbach, der uns die Fotos zur Verfügung stellte)

Roland Wirth
    

In Wetter-Boden-Mensch 6/1980 bereits veröffentlicht:


Entstehung des Kratersees auf dem Katzenbuckel


Nicht wenigen WBM-Lesern ist durch ihre Teilnahme an Kursen und Tagungen in Waldkatzenbach der mit 623 m ü. M. höchste Berg des gesamten – badischen und hessischen – Odenwaldes ein Begriff der bekanntlich vulkanischen Ursprungs ist, und dessen obere Kuppe deshalb aus Basaltgestein besteht. Seit 1923 wurden auf begrenzter Fläche die brauchbaren Basaltsäulen bis zu technisch möglichen Tiefen freigelegt, gesprengt und für ein Schotterwerk abgebaut. Als um 1970 die Abbaumethoden unwirtschaftlich wurden und eine Ausweitung des Areals aus Gründen des Landschaftsschutzes nicht statthaft war, wurde eine weitere Tiefsohle angelegt. „Während die Felswände bis dahin keinerlei Wasserführung zeigten, trat 1970 nach einer Sprengung, aus der Tiefe kommend, eine relativ starke Quelle zutage.“ Versuche, die Wassermengen abzupumpen, schlugen fehl, weshalb der Basaltbruch endgültig stillgelegt wurde. Seitdem hat sich in dem Krater des Steinbruchs ein See beachtlichen Ausmaßes gebildet, dessen Tiefe bereits über 20 m beträgt, und der von Jahr zu Jahr weiter steigt und zwar unabhängig von den Wetterperioden.
Da am Katzebuckel mitten im vulkanischen Gestein seit langem eine ziemlich hochgelegene Quelle (die „Freyaquelle“) bekannt ist, die keinerlei Einzugsgebiet hat, nimmt man an, dass es sich in beiden Fällen um „Quellen artesischer Art handelt, deren Wasser aus überlagerten Schichten entfernter Gebirge kommen, nach dem System kommunizierender Röhren in den Zerklüftungen des Katzenbuckelvulkans aufsteigen und erst nach der Sprengung des letzten Verschlusspfropfens“ zutage getreten sind.
(Quelle: „Der Kratersee des Katzenbuckels“ von Heinrich Mayer, Altbürgermeister von Waldkatzenbach, in der Zeitschrift des Odenwaldklubs „Unter der Dorflinde“, Heft 4/1979) gez. H.W.


 

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